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Karoline von Kamiensky (1755-1813) & Benedikte Naubert (1756-1819).
Zwei Naumburger Dichterinnen in einer Zeit des Umbruchs

Datum: 16. Februar 2017, 19.00 Uhr

Ort: Seminarraum der Klausur am Naumburger Dom

Referenten: Susanne Kröner (Naumburg)

Verschiedene Frauen haben sich die letzten 200 Jahre in Naumburg schriftstellerisch betätigt und in den letzten Jahren sind sie auch wieder in unser Bewusstsein gerückt. Über zwei von Ihnen soll in diesem Vortrag, in Hinblick auf ihren Bezug auf Naumburg und der Umgebung, gesprochen werden.

Benedikte Naubert (1756-1819), geboren in Leipzig, gilt als die Begründerin des historischen Romans. Sie schrieb über 50 Bücher. Zu ihren Werken zählen neben Romanen aber auch Erzählungen und Novellen. Wichtig ist zudem auch die Märchensammlung, die sie von 1789-1792 herausgegeben hat. Seit 1808 ist der Erscheinungsort ihrer Schriften Naumburg, wo sie seit 1797 bis zu ihrem Tod in zwei Ehen auch wohnte. Sie galt als geistreich und gut gebildet. Durch ihre Werke wurde sie gerühmt, gute Geschichtskenntnisse zu haben und einen klaren Verstand, verbunden mit lebendiger Einbildungskraft.

Karoline von Kamiensky (1755-1813), begann im Alter von 13 Jahren mit ihren ersten dichterischen Versuchen. Durch die Versetzung ihres Vaters, einem sächsischen Offizier, an das Regiment „Prinz Xaver“ kam sie mit nach Naumburg. Nach dem Tod des Vaters kehrte sie 1800 allerdings in ihre Geburtsstadt Dresden zurück, wo sie 1813 auch starb. In den Jahren in Naumburg beschäftigte Sie sich zumeist mit der Dichtkunst. Hier sind viele ihrer Werke entstanden. Mit dem Gedicht "Die goldene Aue" hat sie dem Unstrut-Tal ein Denkmal gesetzt.

Susanne Kröner leitet bereits seit 1995 das Naumburger Stadtarchiv und begegnet seither dabei der Geschichte der Stadt von den unterschiedlichsten Fragestellungen und den unterschiedlichsten Zeitläufen her. Ihr Interesse gilt dabei insbesondere den Naumburger Frauen in privatem wie öffentlichem Leben, in Wirtschaft und Kunst.

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22 Jahre Saale-Unstrut-Jahrbuch. Ein Überblick auf die Arbeit der Redaktion

Datum: 26. Januar 2017, 19.00 Uhr

Ort: Seminarraum der Klausur am Naumburger Dom

Referenten: Henry Mill (Naumburg), Torsten Pietsch (Halle), Reinhard Schmitt (Halle), Guido Siebert (Naumburg/Berlin)

1996 gab der Saale-Unstrut-Verein den ersten Band seines Jahrbuchs heraus. Seitdem erschienen ununterbrochen 22 Bände, von denen der aktuelle des Jahres 2017 jüngst vorgestellt wurde. Seit langem beständig auf 160 Seiten erfahren die Leser Wissenswertes zur Kulturgeschichte und Naturkunde der Region um den Zusammenfluss von Saale und Unstrut. Anlässlich des 20. Jahrgangs wurde 2015 sogar ein 230-Seiten starkes Heft erstellt. In einer Spannweite vom Essay bis zum wissenschaftlichen Aufsatz betrachten Autoren die Kulturlandschaft und deren Denkmäler sowie Personen und deren Geschichte(n). Geographisch werden dabei im Sinne eines erweiterten Horizonts die Grenzen des Burgenlandkreises regelmäßig überschritten, so dass auch überregionale Bibliotheken das Saale-Unstrut-Jahrbuch für ihren Bestand erwerben. Dies gibt Anlass, sowohl zurückzublicken auf die Anfänge und die kontinuierliche Arbeit der ehrenamtlichen Redaktion, die sich stets aufs Neue um lesenswerte Themen und kompetente Autoren bemüht, als auch vorauszuschauen auf zukünftige Pläne. Für die Redaktion ist nach dem Heft vor dem Heft. Anlass auch, den früheren Redaktionsmitgliedern zu danken, ohne deren Einsatz es das Jahrbuch längst nicht mehr geben würde. Im Einzelnen widmen sich die Vortragenden folgenden Themen: Guido Siebert (Kunstgeschichte) stellt die Bedeutung des Jahrbuchs für die Region sowie für den Welterbeantrag heraus und verdeutlicht die Verknüpfung von Wissenschaft und Öffentlichkeit. Henry Mill (Homepage) zeigt die technischen Aspekte, die Einbindung in die Homepage des Vereins und wird statistische Angaben liefern. Zugleich widmet er sich der Frage nach einer zukünftigen digitalen Version des Jahrbuchs. Torsten Pietsch (Naturkunde) beschreibt die naturkundlichen Inhalte sowie die Vernetzung zur Wissenschaft auf diesem Gebiet. Reinhard Schmitt (Bauforschung), der auch für den Kontakt zum Verlag und der Lektorin zuständig ist, erklärt die eigentliche redaktionelle Arbeit und die praktische Entstehung des Jahrbuchs. Matthias Ludwig (Geschichte) kann leider nicht teilnehmen.

Der Saale-Unstrut-Verein nutzt die Veranstaltung, um nach seiner Jahreshauptversammlung den neuen Vorstand vorzustellen und dem alten für seine Arbeit zu danken. Insbesondere Dr. Holger Kunde, der jahrelang die Geschicke des Vereins lenkte und ihm vorstand. Er gibt sein Amt ab an Matthias Ludwig. Das für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied Mario Kerner übergibt sein Amt an das alte und neue Vorstandsmitglied Henry Mill. Verstärkung erhält der Vorstand zukünftig von Andrea Knopik (Stiftung Kaiserpfalz und Kloster Memleben). Guido Siebert wird im Vorstand weiterhin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein.

Neues Jahrbuch im Handel

Saale-Unstrut-Jahrbuch 2017
22. Jahrgang

Saale-Unstrut-Jahrbuch 2017
Inhaltsverzeichnis

Der Saale-Unstrut-Verein für Kulturgeschichte und Naturkunde e.V. gibt seit 1996 jährlich das Saale-Unstrut-Jahrbuch (ISBN 978-3-89812-729-5) heraus.

Das aktuelle Jahrbuch ist in regionalen Buchhandlungen erhältlich. Selbstverständlich können Sie sich aber auch direkt an den Verein wenden.

Kontakt

Henry Mill
Jägerstraße 2b
06618 Naumburg (Saale)
Telefon: 0177 / 40 84 682
E-Mail: henry.mill@saale-unstrut-verein.de